Gerade noch den Herbst und die bunten Blätter bewundert, und schon liegen sie auf dem Boden. Mit der ersten richtigen Winterkälte beginnt für mich offiziell die schönste Zeit in der Küche: die Weihnachtsbäckerei.
Anfangs bin ich da oft ganz planlos gestartet und das Chaos war eigentlich vorprogrammiert. Doch mit den Jahren habe ich mir eine kleine Routine aufgebaut, die mir hilft, entspannt zu bleiben und trotzdem alles zu schaffen.
Mit diesen zehn Schritten komme ich mittlerweile stressfrei durch die Adventszeit – und kann das Backen, Naschen und Genießen so richtig auskosten.

1 Ein Blick in die Vorratskammer – was ist schon da?
Der erste Schritt bei mir ist immer: schauen, was da ist. Das mache ich sowohl, wenn ich einkaufen gehe, als auch, wenn ich einfach Lust habe, zu backen.
So entsteht schon im Kopf ein kleiner Plan & oft auch die ersten Ideen, was ich ausprobieren könnte. Und dann starte ich organisiert & vermeide unnötige Einkäufe.
2 Was will ich backen? – Lieblingsrezepte & neue Ideen
Einige Lieblingsrezepte wie Vanillekipferl oder Eisenbahner gehören für mich einfach dazu & dürfen nie fehlen. Trotzdem probiere ich jedes Jahr ein, zwei neue Rezepte aus. Ich notiere mir alle Ideen auf einer Liste und markiere, was ich wirklich umsetzen möchte.
Öfters entstehen dabei ganz eigene Kreationen, einfach weil ich Zutaten austausche oder etwas anpasse. Manchmal wandle ich auch Kleinigkeiten ab, wenn wir eine Zutat nicht so mögen & genau so sind schon einige Lieblingsrezepte entstanden.
3 Kekse auf Vorrat, Kuchen nach Bedarf
Damit es nicht zu viel wird, gibt’s bei uns meist Kekse auf Vorrat – die halten länger und sind perfekt, wenn sich spontan Besuch ankündigt.
Kuchen plane ich eher nach Bedarf ein, je nachdem, was gerade ansteht oder wer zu Besuch kommt, da diese nicht so lange haltbar sind wie Kekse und auch viel schneller aufgegessen werden.
So bleibt alles frisch und abwechslungsreich – und es steht immer etwas Leckeres auf dem Tisch.

4 Einkauf planen – alles für die nächsten Backsessions
Jetzt wird die Einkaufsliste geschrieben. Ich prüfe, welche Zutaten fehlen, und kaufe Grundzutaten wie Butter, Mehl oder Zucker lieber gleich auf Vorrat. Ich versuche immer, für die nächsten ein bis zwei Backsessions alles im Haus zu haben. Das spart Zeit und verhindert, dass ich mitten im Teig plötzlich merke, dass etwas fehlt.
Bei speziellen Dingen wie Nüssen oder Kuvertüre achte ich auf frische Ware – das schmeckt man später! Und ich denke schon hier daran, ob ich zusätzliche Dosen, Gläser oder Verpackungen brauche, um die fertigen Kekse später schön aufzubewahren.
5 Zeiten einplanen – kleine und große Backtage
Nicht alles auf einmal, sondern lieber in Etappen – das sorgt für mehr Freude beim Backen.
Ich teile mir das Backen meistens auf – wenn etwas nicht aufwendig ist, mache ich es nebenher oder mit den Kids gemeinsam. Was ich aber auch richtig schön finde, sind ganze Backtage. Da läuft dann Musik, überall duftet es nach Vanille und Zimt, und ich bin stundenlang in meiner kleinen Weihnachtsbäckerei versunken.

6 Küche vorbereiten & Zutaten abwiegen
Bevor es losgeht, wiege ich alles ab und schaue, ob Zutaten Zimmertemperatur haben müssen.
Das klingt selbstverständlich, aber es spart Zeit und sorgt dafür, dass die Rezepte besser gelingen – und die Butter nicht mitten im Backen noch weich werden muss.
7 Backutensilien checken & bereitstellen
Bevor es richtig losgeht, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Ausrüstung. Sind genug Backbleche da? Funktionieren die Ausstechformen noch, ist Backpapier vorhanden? Ich sortiere meine Förmchen und lege mir alles griffbereit hin. Nichts ist ärgerlicher, als mitten im Backen festzustellen, dass der Spritzbeutel fehlt!
8 Clever planen – zwischendurch verzieren & vorbereiten
Während ein Teig ruht oder ein Blech im Ofen ist, bereite ich schon den nächsten vor oder backe Kekse, die keine Wartezeit brauchen.
Ich verziere auch gerne schon die fertigen Kekse. Das ist nicht nur praktisch, sondern macht auch richtig Spaß – und am Ende ist alles schön gleichmäßig fertig.
So nutze ich die Zeit effizient, ohne in Hektik zu geraten und am Ende steht ein ganzer Tisch voller Leckereien, ohne dass es sich stressig anfühlt.

9 Richtig lagern & frisch halten
Schon bei der Planung denke ich daran, wie ich die Kekse am besten aufbewahren kann. Manche Sorten brauchen Dosen, andere bleiben in Gläsern länger knusprig. So bleibt die ganze Arbeit auch wirklich lohnenswert.
Feine Kekse mit Marmelade kommen in Dosen mit Backpapier, Mürbteigkekse lieber in luftdichten Boxen. Starke Gewürze wie Lebkuchen oder Zimtsterne sollten getrennt lagern, damit sich die Aromen nicht vermischen.
Ein kleiner Tipp: Ein Stück Apfel in der Dose hält weiche Kekse länger frisch!

10 Notizen fürs nächste Jahr: Rezepte & Ideen festhalten
Nach dem Backen ist vor dem Backen: ich notiere mir, was gut funktioniert hat, welche Rezepte ich wieder machen möchte, und was ich beim nächsten Mal ändern würde.
Das spart mir im nächsten Jahr Zeit und sorgt dafür, dass sich meine persönliche Weihnachtsbäckerei von Jahr zu Jahr weiterentwickelt.
Weihnachtsbäckerei bedeutet für mich nicht Perfektion, sondern Freude und Tradition. Wenn ich am Ende mit einer Tasse Kaffee zwischen Dosen voller Kekse sitze, weiß ich: Es sind genau diese kleinen Rituale, die die Adventszeit so besonders machen. Und mit etwas Planung bleibt genug Raum, um sie wirklich zu genießen – ohne Stress, aber mit ganz viel Herz.
Natürlich darf auch das kleine Küchenchaos am Ende nicht fehlen – das gehört einfach dazu, oder? Und wenn du schon bereit bist los zu legen mit dem Backen, dann schau dir gerne ein paar meiner Weihnachtsrezepte an.
