Dieser Sommer war für mich ein besonderer. Es war unser erster vollständiger Sommer am Meer.

Natürlich haben wir auch davor schon Sommer hier erlebt, aber diesmal war es das erste Mal, dass ich wirklich die gesamte Jahreszeit hier verbringen und erleben konnte.
Von den ersten warmen Tagen bis zum Hochsommer und jetzt zu der Zeit, in der der Sommer langsam wieder etwas ruhiger wird.
Und ich habe in diesen Monaten einiges gelernt. Vor allem eine Sache: Der Sommer hier ist lang.
Auch jetzt, Ende August/Anfang September, ist es noch warm. Teilweise sehr warm. Der Gedanke, dass der Sommer plötzlich vorbei ist, weil der Kalender langsam Richtung September geht, fühlt sich hier ganz anders an.
Ich musste nicht jede Minute nutzen
Eine meiner schönsten Erkenntnisse in diesem Sommer war, dass ich mich wirklich auf diese Zeit einlassen konnte.
Ohne ständig das Gefühl zu haben, jede einzelne Minute nutzen zu müssen. Es war kein Urlaub. Ich musste nicht nach zwei Wochen wieder abreisen und versuchen, vorher noch möglichst viele Strände, Orte und Ausflüge in eine begrenzte Zeit zu packen. Ich konnte verschiedene Strände ausprobieren und einfach wissen, dass ich noch nicht alle gesehen haben muss.
Und tatsächlich habe ich auch noch längst nicht alle ausprobiert. Es gibt immer noch Orte und Strände, die ich gerne sehen möchte. Aber ich habe Zeit. Vielleicht ist genau das einer der größten Unterschiede zwischen Urlaub und dem Leben an einem Ort. Man muss nicht alles sofort erleben.
Man kann Dinge auch einfach auf später verschieben.
Der Hochsommer ist nicht meine liebste Zeit
Eine weitere Erkenntnis war, dass ich die Zeit vor dem eigentlichen Hochsommer und jetzt, wenn die größte Hitze langsam wieder nachlässt, wahrscheinlich viel mehr genieße als den Hochsommer selbst.
Das Leben am Meer im Sommer sieht eben nicht jeden Tag so aus, wie man es sich vielleicht von außen vorstellt. Im Hochsommer war die Sonne oft so stark, dass wir viel Zeit im Haus verbracht haben. Die Lust auf größere Unternehmungen war teilweise eher gering und viele Dinge waren morgens oder abends einfach angenehmer möglich.
Auch unsere Terrasse war während der heißesten Zeit kaum nutzbar. Selbst meine Dekokerzen haben irgendwann aufgegeben und sich bei der Hitze teilweise verbogen (hahhaha). Das war dann vermutlich der eindeutigste Beweis dafür, dass es wirklich heiß ist.
Was ich aus diesem Sommer mitnehme
Der erste vollständige Sommer hier hat mir auch gezeigt, dass ich mich nächstes Jahr an einigen Stellen besser vorbereiten möchte. Nicht, weil dieser Sommer nicht schön war. Ganz im Gegenteil. Sondern weil ich jetzt besser weiß, wie der Sommer hier funktioniert und wie ich selbst ihn am liebsten erleben möchte.


Früher an den Strand
Im nächsten Sommer möchte ich versuchen, öfter früh aufzustehen und bereits am Vormittag an den Strand zu gehen. Bevor es besonders heiß wird und bevor sich die Strände füllen.
Gerade im Hochsommer kann es sinnvoll sein, den Tag etwas anders zu nutzen und nicht erst am Nachmittag mit allem zu beginnen.
Beim Backen besser vorbereitet sein
Beim Kochen hat es diesen Sommer eigentlich ziemlich gut funktioniert. Beim Backen möchte ich mich im nächsten Jahr dagegen besser vorbereiten.
Ich möchte schon vorher überlegen, welche Rezepte gut in den Sommer passen. Welche Dinge sich trotz Hitze gut backen lassen.
Welche No Bake Rezepte ich ausprobieren möchte und was ich vielleicht vorbereiten kann.
Denn wenn es draußen und im Haus ohnehin heiß ist, habe ich deutlich weniger Lust, erst lange nach einem passenden Rezept zu suchen und anschließend den Ofen einzuschalten.

Ein kleiner Vorrat an Ideen könnte hier nächstes Jahr vieles einfacher machen.
Nicht wieder in die Sommer FOMO geraten
Etwas, das ich ebenfalls mitnehme, ist der Wunsch, meine Tage etwas besser zu organisieren. Nicht komplett durchgeplant. Aber mit einer groben Idee davon, was morgens, abends oder zuhause erledigt werden kann.
Durch die Hitze waren viele Dinge nur zu bestimmten Tageszeiten wirklich angenehm möglich. Und gleichzeitig hatte ich manchmal dieses Gefühl, ich müsste rausgehen oder etwas unternehmen, einfach weil Sommer ist. Schließlich ist schönes Wetter. Man sollte es doch nutzen.
Und genau dadurch blieb zuhause manchmal Arbeit liegen. Ich möchte nächstes Jahr bewusster damit umgehen. Nur weil Sommer ist, muss ich nicht jeden freien Moment unterwegs sein. Ich wohne hier. Ich muss nicht alles heute erleben.
Ein Sommer am Meer mit viel Besuch
Dieser Sommer war auch deshalb besonders, weil wir viel Besuch hatten. Es war viel los und natürlich war es schön, Zeit mit Familie und anderen Menschen zu verbringen. Gerade wenn man am Meer lebt, möchte man Besuch auch gerne zeigen, wo und wie man lebt.
Nach einem langen und vollen Sommer merke ich jetzt aber auch, dass ich mich langsam wieder auf etwas ruhigere Tage freue. Auf mehr Alltag. Auf weniger Trubel. Und darauf, wieder etwas mehr Zeit für die Dinge zu haben, die zuhause liegen geblieben sind.
Und jetzt freue ich mich auf den Herbst
Vielleicht ist meine Vorfreude auf den Herbst nach diesem Sommer sogar größer als sonst.
Nach den langen und heißen Monaten freue ich mich wieder auf Tage, an denen ich draußen sein kann, ohne ständig auf die Uhr und die Temperaturen schauen zu müssen.
Ich freue mich auf Zeit im Garten und darauf, morgens wieder mit einem Kaffee auf der Terrasse sitzen zu können. Ich freue mich darauf, wieder mehr zu kochen und zu backen. Auf Eintöpfe, auf Teige und darauf, wieder häufiger mit Sauerteig zu arbeiten.


Ich möchte außerdem versuchen, Hefe bei einigen Rezepten so gut wie möglich durch Sauerteig zu ersetzen und damit weiter zu experimentieren. Auch Spaziergänge und Workouts möchte ich wieder mehr in meinen Alltag einbauen.
Und natürlich gibt es zuhause noch genügend Projekte, für die ich mich auf etwas mehr Ruhe und angenehmere Temperaturen freue. Vielleicht ist genau das auch das Schöne daran, einen Ort nicht nur im Urlaub zu erleben.
Man lernt ihn nach und nach kennen. Nicht nur seine schönsten Seiten. Sondern auch die Zeiten, in denen man lieber im Haus bleibt, weil die Sonne zu stark ist.
Man merkt, welche Jahreszeiten man besonders liebt und wie sich der eigene Alltag mit ihnen verändert. Dieser Sommer war schön. Ich konnte mich darauf einlassen, verschiedene Strände ausprobieren und einfach erleben, wie sich ein vollständiger Sommer hier anfühlt.
Und gleichzeitig weiß ich jetzt, was ich im nächsten Jahr anders machen möchte.
Der Sommer ist hier noch nicht wirklich vorbei.
Aber nach diesen langen Wochen freue ich mich trotzdem sehr auf alles, was jetzt kommt.

Und gleichzeitig weiß ich jetzt, was ich im nächsten Jahr anders machen möchte. Der Sommer ist hier noch nicht wirklich vorbei. Aber nach diesen langen Wochen freue ich mich trotzdem sehr auf alles, was jetzt kommt.
Auf ruhigere Tage. Auf Gartenarbeit und Kaffee auf der Terrasse. Auf mehr Zeit für Zuhause. Und auf einen Herbst mit ganz viel Sauerteig, Backen, Kochen und hoffentlich keinen verbogenen Dekokerzen mehr.
Mein Leben am Meer begann natürlich nicht erst mit diesem Sommer. Hier findest du auch meinen Beitrag über unseren Umzug ans Meer und meinen Rückblick auf die ersten sechs Monate Leben am Meer.
Und auch auf meinem YouTube Kanal findest du einige Video zum Umzug und unseren Alltag am Meer.


